Berufsorientierung

In der Berufsorientierungsstufe liegt der Schwerpunkt auf der Anbahnung und Vorbereitung einer beruflichen Grundbildung. Hierbei helfen uns diese Bausteine:

1. Kurse zur Berufsorientierung

Die gezielte Vorbereitung auf eine Berufstätigkeit im Anschluss an den Schulbesuch findet im Rahmen des Arbeitslehreunterrichtes wöchentlich an zwei Kurstagen in Arbeitslehrekursen statt. Jede Schülerin/jeder Schüler sollte im Laufe seiner Zeit in der Berufsorientierungsstufe verschiedene Kurse besucht haben, um eigene Vorlieben und Stärken zu entdecken. In jedem Kurs werden fachliche und überfachliche Kompetenzen vermittelt und eingeübt.

Jugendliche mit komplexen Behinderungen werden über basale Angebote und Methoden der Unterstützten Kommunikation in die Kurse eingebunden.

Holzwerkkurs

Im Holzwerkkurs erlernen die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit dem Werkstoff Holz und mit Werkzeugen zur Holzbearbeitung wie Säge, Raspel.

Im Hinblick auf den Wechsel von der Schule ins Arbeitsleben können die Schülerinnen und Schüler der BO-Stufe von der Planung eines Werkstückes bis zu dessen Fertigstellung den kompletten Arbeitsprozess erleben und sich ausprobieren. Die eigenen Ideen für Werkstücke stehen bei den Arbeiten der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer immer im Vordergrund. Während der Arbeit im Kurs wird auf Pünktlichkeit, sauberes Arbeiten, Sicherheit, Präzision und Ausdauer geachtet. Auch das Berechnen und Bemaßen sowie das Bepreisen von Werkstücken wird geübt. Im Kurs werden auch Dinge für den Weihnachtsbasar hergestellt, Gebrauchsmaterialien für die Schule gebaut, defekte Gegenstände repariert und kleine Auftragsarbeiten erledigt.

Schülerbistro

Die Arbeit im Schülerbistro ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in gastronomieähnliche Abläufe.

Für den Bistrobetrieb verarbeiten sie verschiedenste Nahrungsmittel und bereiten Speisen und Getränke wie Obstsalat, belegte Brötchen, Smoothies oder Latte Macchiato vor. Sie üben sprachliche und soziale Kompetenzen durch den höflichen Umgang mit den Gästen des Bistros und ihre „Kolleginnen und Kollegen“ im Bistroteam ein. Die Jugendlichen lernen neben wiederkehrenden Abläufen wie Tische eindecken, Bestellungen entgegen nehmen oder die Spülmaschine ein- und ausräumen auch Haushaltgeräte zu bedienen. Kooperation und Teamfähigkeit der Schülerinnen und Schüler werden gefördert.

Dies bereitet sie auf die Anforderungen an einen Arbeitsplatz in Küche, Kantine bzw. Service vor, welchen sie im Anschluss an die Schule unter anderem einer Werkstatt oder auf dem 1. Arbeitsmarkt in finden können.

Gartenkurs

Der Schulgarten wird wie ein zusätzlicher Fachraum im Freien genutzt. Vielfältige Tätigkeiten wie z.B. Unkraut jäten, Steine aus den Beeten sammeln, Pflanzen setzen, säen, wässern, Schubkarre fahren oder Laub rechen werden geübt.

Im Rahmen dessen werden die aktuell anfallenden Arbeiten besprochen und untereinander aufgeteilt, der Umgang mit Werkzeugen und das Einhalten von Arbeits- und Pausenzeiten geübt, ein sachgerechtes Ernten von Früchten, Kräutern und Gemüse sowie die Achtsamkeit im Umgang mit der Pflanzenwelt kennengelernt.

Der Garten spricht alle Sinne an. Daher finden hier Schüler*innen mit hohem Betreuungsbedarf ebenso Arbeitsmöglichkeiten wie solche mit komplexen Beeinträchtigungen. Durch die Verwendung der geernteten Pflanzen und Kräuter im Kochunterricht erfahren die Schülerinnen und Schüler etwas über die Herkunft ihrer Nahrungsmittel.

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2. Praktika

Alle Jugendlichen nehmen an berufsvorbereitenden Maßnahmen teil. Im Verlauf der Zeit in der Berufsorientierungsstufe werden mehrere Praktika absolviert, um eine Einblick in verschiedene Arbeitsfelder zu erhalten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Praktika durchzuführen: in Betrieben, Werkstätten oder Tagesförderstätten, die diesen Werkstätten angegliedert sind. Unsere Kooperationspartner sind vor allem Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten, Aumühle, BHZ-Roßdorf, Nieder-Ramstädter Diakonie, Integrationsfachdienste, Internationaler Bund und verschiedene Betriebe auf den 1. Arbeitsmarkt

Mindestens einmal im Schuljahr findet für jede Schülerin/jeden Schüler ein verpflichtendes mehrwöchiges Betriebspraktikum statt. Im Vorfeld wird gemeinsam mit Eltern, Schüler/in und dem pädagogischen Personal über den gewünschten Praktikumsplatz beraten. Dabei  werden die individuellen Lebensperspektiven berücksichtigt. Wünsche von Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern werden ernst genommen und in der gesellschaftlichen Realität sowie auf dem Arbeitsmarkt auf ihre Umsetzbarkeit überprüft.

Während der Praktikumsvorbereitung findet eine Betriebsbesichtigung statt. Hierbei werden der gewünschte Arbeitsort, Arbeitsplatz und die Mitarbeitenden vorgestellt. Im Unterricht werden Themen wie Arbeitszeit, Arbeitskleidung, Arbeitssicherheit und Arbeitshaltung thematisiert. Während des Praktikums werden die Praktikantinnen und Praktikanten von ihrem Klassenteam betreut. Die Anfahrt zu den verschiedenen Praktikumsorten wird teilweise über einen beauftragten Fahrdienst organisiert und von einigen Schülerinnen und Schülern selbstständig mit dem öffentlichen Nahverkehr bewältigt. Dazu findet im Vorfeld ein Fahrtraining statt. Während des Praktikums wird die tägliche Arbeit dokumentiert und in der Nachbereitung in Form eines Praktikumsberichts ausgearbeitet.

Zusätzliche individuelle Praktika und schulbegleitende Praxistage sind ebenfalls möglich und helfen den Übergang ins Arbeitsleben zu gestalten.

3. Berufswegekonferenzen

Die Berufswegekonferenz findet in Einzelgesprächen in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und dem Landeswohlfahrtsverband (LWV), bzw. den Integrationsfachdiensten jedes Jahr im März statt. Hieran nehmen die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, die Klassenleitung und bei Bedarf auch die Stufenleitung teil.

Bei diesem Termin wird über den gewünschten Arbeitsplatz beraten und der Ablauf und Bedarf bis zur Entlassung aus der Schule und dem Übergang in die Arbeitswelt erläutert und geplant. Zur Vorbereitung dienen die Schülerportfolios und Praktikumsmappen.

 

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