Berufsorientierung

Die Berufsorientierungsstufe

Die Berufsorientierungsstufe bereitet unsere Schülerinnen und Schüler auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben und Arbeiten vor. Ziel ist es, individuelle Fähigkeiten zu erkennen, zu fördern und realistische Perspektiven für die Teilhabe am Arbeitsleben zu entwickeln. Grundlage sind die hessischen Richtlinien für Unterricht und Erziehung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sowie die enge Zusammenarbeit mit Eltern, Betrieben und weiteren Partnern.

Ein wichtiges Instrument ist der Ordner Leben und Arbeit (OLA). Er begleitet die Schülerinnen und Schüler während der gesamten Stufe. Im OLA werden persönliche Stärken, Interessen, Praxiserfahrungen und Entwicklungsschritte dokumentiert. So entsteht ein individuelles Portfolio, das die Berufsorientierung strukturiert und den Übergang in das Arbeitsleben vorbereitet. Der OLA wird in allen Lernbereichen genutzt – im Unterricht, in Projekten und während der Praktika.

Die Arbeit mit dem OLA ermöglicht eine enge Abstimmung zwischen Schule, Eltern und außerschulischen Partnern. Die Stufenleitung koordiniert diesen Prozess, begleitet die Schülerinnen und Schüler und sorgt dafür, dass die Ergebnisse aus Kursen, Praktika und Konferenzen im OLA festgehalten werden. So werden Lernfortschritte sichtbar und Anschlussentscheidungen transparent.

In der Berufsorientierungsstufe liegt der Schwerpunkt auf der Anbahnung und Vorbereitung einer beruflichen Grundbildung. Hierbei helfen uns diese Bausteine:

1. Kurse zur Berufsorientierung

In verschiedenen Kursen erwerben die Schülerinnen und Schüler grundlegende Arbeitstechniken und erleben praxisnahes Lernen. Die Angebote orientieren sich an realen Arbeitsprozessen und fördern Ausdauer, Konzentration und Verantwortungsbewusstsein.

Ein Schwerpunkt liegt auf handwerklich-praktischen Tätigkeiten. Im Holzofen-Kurs werden Brot und Pizza gebacken – dabei lernen die Schülerinnen und Schüler Planung, Hygiene, Teamarbeit und Arbeitssicherheit. In der Holzwerkstatt entstehen Werkstücke wie Kerzenständer oder Flaschenöffner, die unter anderem auf dem Weihnachtsmarkt verkauft werden. So erfahren die Lernenden, wie aus eigener Arbeit ein fertiges, wertvolles Produkt entsteht.

Zur gezielten Förderung berufsrelevanter Kompetenzen wird mit dem STARK-Material gearbeitet. Diese strukturierten Arbeitskisten ermöglichen das Training motorischer, kognitiver und basaler Fähigkeiten. Ihr klarer Aufbau und die visuelle Unterstützung fördern selbstständiges Arbeiten und Erfolgserlebnisse – auch für Schülerinnen und Schüler mit hohem Unterstützungsbedarf. Ziel ist der Aufbau grundlegender Arbeitshaltungen wie Ordnung, Ausdauer, Sorgfalt und Selbstständigkeit – zentrale Voraussetzungen für spätere Tätigkeiten in Werkstätten oder Betrieben.

Ein weiterer Lernort ist das Woodiversum im Jugendhof Bessunger Forst bei Darmstadt. Diese inklusive Jugendbegegnungs- und Freizeitstätte bietet mit ihrer barrierearmen multifunktionalen Werkstatt vielfältige kreative Arbeitsmöglichkeiten. Im Rahmen der Berufsorientierung erhalten die Schülerinnen und Schüler hier die Gelegenheit, sich in unterschiedlichen handwerklichen und künstlerischen Bereichen zu erproben – etwa in der Holz- und Siebdruckwerkstatt, im Fotolabor oder an digitalen Arbeitsplätzen. Die Arbeit im Woodiversum fördert Kreativität, Eigeninitiative und handwerkliches Geschick. Gleichzeitig stärkt sie Selbstvertrauen, Kommunikationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein – Kompetenzen, die für den späteren Einstieg ins Berufsleben von großer Bedeutung sind.

„Vom Skateboard zum Schlüsselanhänger“

Vom „Skateboard zum Schlüsselanhänger“ ist ein Projekt der Berufsorientierungsstufe. Es findet im Rahmen des Arbeitslehreunterrichts in der Holzwerkstatt statt. Die Schülerinnen und Schüler im Alter von fünfzehn und sechszehn Jahren führen in diesem Projekt den vollständigen Arbeitsprozess von der Planung eines Werkstückes bis zu dessen Vermarktung durch. Techniken der Holzbearbeitung wie Anzeichnen, Schleifen, Bohren, Schrauben und Streichen stehen im Mittelpunkt des Herstellungsprozesses. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei die ganzheitliche Einzelfertigung und die arbeitszerlegende Serienfertigung als unterschiedliche Produktionsformen kennen. Der Verkauf der Schlüsselanhänger geschieht über die lokalen Geschäfte „Atelier Aufschnitt“ in der Kaupstraße und „Railslide“ in der Schulstraße.

Über die E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  können die Schlüsselanhänger  auf Spendenbasis für 3,50€ erworben werden.

Abgabe-Railslide-1
Abgabe-Railslide-2
Abgabe-Railslide-7
Abgabe-Railslide-10
Abgabe-Railslide-9
Schlsselstander-1
Schlsselstander-3
Schlsselstander-5
Schlsselstander-6
SchlsselanhangerFertigungRaoul-1klein
SchlsselanhangerFertigungRaoul-2-Webseite-Hoch
Schluesselanhaenger-Webseite-Quer
Abgabe-Railslide-1
Abgabe-Railslide-2
Abgabe-Railslide-7
Abgabe-Railslide-10
Abgabe-Railslide-9
Schlsselstander-1
Schlsselstander-3
Schlsselstander-5
Schlsselstander-6
SchlsselanhangerFertigungRaoul-1klein
SchlsselanhangerFertigungRaoul-2-Webseite-Hoch
Schluesselanhaenger-Webseite-Quer

2. Praktika

Praktika bilden einen zentralen Bestandteil der Berufsorientierung. Sie ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, reale Arbeitsbedingungen kennenzulernen und eigene Fähigkeiten in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern zu erproben. Die Einsätze finden sowohl in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Tagesförderstätten als auch auf dem ersten Arbeitsmarkt statt.

Die Organisation der Praktika liegt bei der Stufenleitung, die in engem Austausch mit Betrieben, Werkstätten und weiteren Kooperationspartnern steht. Die Klassenlehrkräfte bereiten die Schülerinnen und Schüler gezielt auf den Einsatz vor, begleiten die Praktikumszeit individuell und werten die Erfahrungen anschließend gemeinsam mit den Lernenden aus.

Ziel ist es, Interessen und Stärken zu erkennen, berufsrelevante Kompetenzen zu fördern und Orientierung für den weiteren Lebens- und Berufsweg zu geben.

Mindestens einmal im Schuljahr findet für jede Schülerin/jeden Schüler ein verpflichtendes mehrwöchiges Betriebspraktikum statt. Im Vorfeld wird gemeinsam mit Eltern, Schüler/in und dem pädagogischen Personal über den gewünschten Praktikumsplatz beraten. Dabei werden die individuellen Lebensperspektiven berücksichtigt. Wünsche von Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern werden ernst genommen und in der gesellschaftlichen Realität sowie auf dem Arbeitsmarkt auf ihre Umsetzbarkeit überprüft.

Während der Praktikumsvorbereitung findet eine Betriebsbesichtigung statt. Hierbei werden der gewünschte Arbeitsort, Arbeitsplatz und die Mitarbeitenden vorgestellt. Im Unterricht werden Themen wie Arbeitszeit, Arbeitskleidung, Arbeitssicherheit und Arbeitshaltung thematisiert. Während des Praktikums werden die Praktikantinnen und Praktikanten von ihrem Klassenteam betreut. Die Anfahrt zu den verschiedenen Praktikumsorten wird teilweise über einen beauftragten Fahrdienst organisiert und von einigen Schülerinnen und Schülern selbstständig mit dem öffentlichen Nahverkehr bewältigt. Dazu findet im Vorfeld ein Fahrtraining statt. Während des Praktikums wird die tägliche Arbeit dokumentiert und in der Nachbereitung in Form eines Praktikumsberichts ausgearbeitet.

Zusätzliche individuelle Praktika und schulbegleitende Praxistage sind ebenfalls möglich und helfen den Übergang ins Arbeitsleben zu gestalten.

3. Berufswegekonferenzen

Die Berufswegekonferenz findet im letzten Schulbesuchsjahr statt und bildet den Abschluss der schulischen Berufsorientierung. Sie dient der gemeinsamen Planung des Übergangs in die Arbeitswelt.

Auf Grundlage der Erfahrungen aus den Kursen zur Berufsorientierung, den absolvierten Praktika sowie der individuellen Voraussetzungen und Wünsche der Schülerinnen und Schüler wird über mögliche Arbeits- und Beschäftigungsfelder beraten. Dabei werden sowohl Werkstätten für Menschen mit Behinderungen als auch Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einbezogen.

Zur Vorbereitung dienen die Praktikumsmappen und der Ordner Leben und Arbeit (OLA). Sie dokumentieren Fähigkeiten, Interessen und Entwicklungsfortschritte und bilden die Grundlage für realistische Anschlussentscheidungen. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften, der Agentur für Arbeit und weiteren Partnern werden in der Konferenz Ablauf, Unterstützungsbedarf und konkrete Schritte bis zur Entlassung aus der Schule abgestimmt.

Ziel ist ein transparenter, individuell passender Übergangsplan, der den Schülerinnen und Schülern einen möglichst selbstbestimmten Einstieg in das Arbeitsleben ermöglicht.

 

Haben Sie etwas nicht gefunden oder eine Frage?
Dann kontaktieren Sie uns, wir freuen uns auf Ihren Anruf oder eine E-Mail.

© 2020 Christoph-Graupner-Schule Beratungs– und Förderzentrum | Donnersbergring 69, 64295 Darmstadt
Impressum | Datenschutzerklärung | Interner Bereich | Schule | Beratungs- und FörderzentrumLogin

© 2019 Christoph-Graupner-Schule Beratungs– und Förderzentrum

Vogelsbergstr. 38, 64289 Darmstadt

Impressum  -  Datenschutzerklärung